Die Sonne und deine Darmgesundheit
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Die Sonne und deine Darmgesundheit

Die Sonne spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Darms, da sie die Produktion von Vitamin D im Körper anregt. Vitamin D ist wichtig für die Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems und einer gesunden Darmflora. Ein Mangel an Vitamin D kann zu Entzündungen im Darm führen und das Risiko für verschiedene Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erhöhen.

Vitamin D ist bei der Regulation von Entzündungen im Darm relevant und kann somit verschiedene Darmgesundheitsprobleme beeinflussen.

Der Vitamin-D-Rezeptor im Darmepithel hat einen entscheidenden Einfluss auf die Regulierung von Schleimhautentzündungen und der Entstehung von Colitis, einer chronischen Entzündung des Dickdarms. Vitamin D kann dadurch auch einen Reizdarm und Leaky Gut (Darmdurchlässigkeit) und das gesamte Mikrobiom positiv beeinflussen.

Vitamin D ist jedoch auch in bestimmten Lebensmitteln enthalten, wie z.B. fettem Fisch (Lachs, Makrele, Thunfisch), Eiern, Leber und Pilzen.


Vitamin D und das Leaky Gut-Syndrom (Darmdurchlässigkeit)

Vitamin D hat entzündungshemmende Eigenschaften und stärkt die Schleimhautbarriere, was sich positiv auf die Barrierefunktion der Darmwand auswirkt. Eine gesunde und intakte Schleimhautbarriere schützt vor dem Eindringen von Bakterien in den Blutkreislauf und reduziert somit Schleimhautentzündungen.

Vitamin D hilft auch dabei, die Produktion von antimikrobiellen Peptiden zu regulieren, die dazu beitragen, schädliche Bakterien im Darm zu bekämpfen und die Darmflora im Gleichgewicht zu halten.

Zudem haben Studien diskutiert, dass Vitamin A in Verbindung mit Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Regulation der Darmgesundheit spielen und dazu beitragen können, die Darmdurchlässigkeit zu verbessern.

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Gesundheit der Darmschleimhaut entscheidend ist. Es unterstützt die Produktion von Schleim, der die Darmwand schützt und die Barrierefunktion des Darms aufrechterhält. Ein Mangel an Vitamin A kann zu einer geschwächten Darmschleimhaut führen, was die Darmdurchlässigkeit erhöhen und Entzündungen im Darm begünstigen kann.

Vitamin A kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor, insbesondere in tierischen Produkten.

Durch die Auf- bzw. Einnahme von ausreichend Vitamin A und Vitamin D kann die Gesundheit der Darmschleimhaut verbessert, die Darmdurchlässigkeit verringert und Entzündungen im Darm reduziert werden.

 

Vitamin D und das Mikrobiom

Das Mikrobiom im Darm profitiert auch von ausreichend Vitamin D, da es eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems und der Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora spielt.
Studien haben gezeigt, dass Vitamin D die Vielfalt und Zusammensetzung der Darmbakterien beeinflussen kann. Es kann dazu beitragen, das Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Bakterien im Darm aufrechtzuerhalten und so die Gesundheit des Mikrobioms unterstützen.

Darüber hinaus kann Vitamin D auch die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren im Darm fördern, die eine wichtige Energiequelle für die Darmzellen darstellen und die Darmgesundheit unterstützen.

Ein Mangel an Vitamin D kann zu einer Dysbiose im Darm führen, was bedeutet, dass das Gleichgewicht der Darmbakterien gestört ist und Entzündungen im Darm begünstigt werden. Daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass wir ausreichend Vitamin D erhalten, um die Gesundheit unseres Mikrobioms zu unterstützen. Dies kann durch eine ausgewogene Ernährung, Sonneneinstrahlung und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel erfolgen.

 

Vitamin D und das Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom (RDS) beeinträchtigt die Funktion des Magen-Darm-Trakts und ist bei 11 Millionen Patienten in Deutschland diagnostiziert, betrifft schätzungsweise jedoch weit mehr Menschen.

Vitamin D kann eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung der Darmgesundheit von Menschen mit Reizdarmsyndrom spielen, da es entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Personen mit Reizdarmsyndrom häufiger niedrige Vitamin-D-Spiegel aufweisen als Personen ohne RDS.

Vitamin D kann dazu beitragen, Entzündungen im Darm zu reduzieren und die Barrierefunktion der Darmwand zu stärken. Dies kann dazu beitragen, die Symptome des Reizdarmsyndroms zu lindern, insbesondere bei RDS-Untergruppen, bei denen Entzündungen eine Rolle spielen.

Es wurde auch festgestellt, dass Vitamin D die Darmflora beeinflussen und das Gleichgewicht der Darmbakterien verbessern kann, was für Menschen mit Reizdarmsyndrom von Vorteil sein kann.


Nahrungsergänzungsmittel (NEMs)

Wir sind immer Fan von einem FOOD FIRST - Ansatz. Also erstmal deinen Lebensstil optimieren, bevor du NEMs nimmst. Für Vitamin D bedeutet das, dich der Sonne auszusetzen. Dafür kannst du dich ohne Sonnencreme für ein paar Minuten der Sonne aussetzen. Dein Gesicht kannst du schützen (Falten und so...), aber sonst möglichst unbekleidet. Achte dabei darauf, dich nicht zu verbrennen. Außerdem kannst du über Lebensmittel wie Eier und Fisch(öl) ebenfalls deine Vitamin D Produktion unterstützen, wenn du diese isst. Oder Pilze der Sonne aussetzen, die dann Vitamin D bilden, und diese essen.

Sofern du Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel supplementieren möchtest, empfehlen wir dir, zunächst mit deinem Arzt oder Ernährungsberater zu sprechen. Ein Bluttest kann Aufschluss darüber geben, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt und ob eine Supplementierung sinnvoll ist.

Hier sind einige Dinge, auf die du bei der Wahl von Nahrungsergänzungsmitteln achten solltest:

  1. Vitamin D sollte in Zusammenarbeit mit einem Therapeut:in oder guten Coach:in getestet und ggfs. supplementiert werden. Es ist ein kraftvolles Hormon, das wichtig für uns ist, aber auch etwas komplex, da es Cofaktoren wie K2 benötigt und die Kalziumabsorption erhöht, weshalb das auch beobachtet werden sollte.
  2. Qualität und Reinheit: Wähle Nahrungsergänzungsmittel von seriösen Herstellern, die Qualitätsstandards einhalten und ihre Produkte auf Reinheit und Wirksamkeit testen. Bestenfalls empfohlen von deinem Therapeut:in.
  3. Inhaltsstoffe: Überprüfe die Liste der Inhaltsstoffe, um sicherzustellen, dass das Nahrungsergänzungsmittel keine unnötigen Zusatzstoffe oder Allergene enthält.
  4. Dosierung: Es gibt Rechner im Internet, mit welchen du ausrechnen kannst, wie du auf deinen Zielwert kommst. Zum Beispiel bei Edubily

Wir wiederholen: Es ist wichtig zu beachten, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und Lebensstil sind und nur eingenommen werden sollten, wenn ein Mangel vorliegt oder auf therapeutischen Rat hin.:)

 

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